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Kraftdreikampf - Powerlifting
Harpagornis: 02.11.2011 |

Kraftdreikampf
Kraftdreikampf oder Powerlifting ist eine Maximalkraftsportart, sie besteht aus 3 Disziplinen. Der Kniebeuge, dem Bankdrücken und dem Kreuzheben. Die Ausführung eines Wettkampfes findet immer in dieser Reihenfolge statt. Vergleichbar, in der Ausführung des Wettkampfes, ist Kraftdreikampf am ehesten mit dem Olympischen Gewichtheben, jeder Athlet hat 3 Versuche in jeder Disziplin und es geht auch hier darum die größtmögliche Last zu bewältigen. Am ende kommen die besten, gültigen, Versuche in die Wertung und werden zum Total addiert. Der Athlet mit dem höchsten Total in seiner Gewichtsklasse gewinnt. Rekorde können aber auch in den Einzeldisziplinen aufgestellt werden.
Kniebeuge
Die erste Disziplin eines Kraftdreikampfes ist die Kniebeuge. Jedem aus dem Fitness-Studio bekannt, gibt es im Wettkampf aber gewisse Regeln bezüglich der Ausführung der Kniebeuge, die einen Kraftvergleich zwischen den Athleten erst ermöglicht. Am wichtigsten ist hierbei wohl die Tiefe der Kniebeuge, eine gültige Kniebeuge muss mindestens so tief sein, dass die Oberseite der Oberschenkel im Hüftgelenk tiefer als die Oberseite dr Knie sind. Man spricht dabei auch von einer Kniebeuge tiefer als parallel oder tiefer als 90°.
Je nach Verband muss der Athlet die Hantel selbstständig aus dem Ständer heben und 1-3 Schritte zurück gehen oder bei einem sogenannten Swingrack oder Monolift, hebt der Athlet die Hantel aus dem Ständer und die Halterungen werden umgeklappt, der Athlet kann sich somit schon unter der Hantel zum beugen platzieren ohne nach dem raus heben den Stand noch mal zu ändern. Bei Verbänden in denen der Athlet selbstständig noch einige Schritte zurück gehen muss, darf man dem Athleten Hilfestellung geben, steht der Athlet sicher und alle Helfer haben keinen Kontakt mehr zum Athleten wird der Versuch erst freigegeben.
Der Athlet führt nun eine Beuge mit entsprechender Tiefe durch, schafft der Athlet den Versuch, bekommt er das Signal die Hantel wieder in die Halterung zu legen, auch hierbei darf dem Athleten am Körper und am Gewicht mitgeholfen werden, er muss aber an der Hantel bleiben und sie selbstständig ablegen.
Bei sogenannten RAW-Wettkämpfen sind als Unterstützung nur ein Powerlifting-Gürtel und Thermobandagen zum überziehen für die Knie erlaubt, aber keinerlei Wickelbandagen. Handgelenksbandagen zum wickeln sind erlaubt sofern der Athlet diese zum Kniebeugen benutzen möchte. Bei Equipment-Wettkämpfen sind je nach Verband unterschiedlich lange Wickelbandagen erlaubt, bei einigen dürfen diese nicht länger als 2m sein, bei anderen auch 2,5m. Auch unterschiedliche Beugeanzüge sind vom Verband abhängig.
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Bankdrücken
Bei der zweiten Disziplin eines Kraftdreikampfes geht es ans Bankdrücken, diese Disziplin dürfte fast allen bekannt sein, sogar Nicht-Kraftsportler haben oftmals von dieser Übung schon gehört oder sie gesehen. Es ist eine der am häufigsten trainierten Übungen in fast allen Fitness-Studios. Im Wettkampf hat das Bankdrücken, wie auch die Kniebeuge, bestimmte Regeln an die sich ein Athlet halten muss damit ein Versuch nicht ungültig gewertet wird.
Der Athlet legt sich hierzu auf die Drückerbank und positioniert sich, dann hebt er entweder eigenständig die Hantel aus der Halterung oder gibt dem Helfer Signal um sich die Hantel mit raus heben zu lassen. Dann verweilt der Athlet kurz mit durchgestreckten Armen bis er das Startsignal vom Hauptkampfrichter bekommt. Dann senkt der Athlet die Hantel auf die Brust ab, die Hantel muss die Brust in jedem Fall berühren und dort kurz, für ca. 1 sek. verweilen, der Zeitraum liegt im ermessen des Hauptkampfrichters, sollte 1 sek. aber nicht überschreiten, danach drückt der Athlet auf Kommando die Hantel wieder nach oben und muss oben kurz kontrolliert gehalten werden, bis der Athlet das Signal zum Ablegen bekommt.
Ein Bankdrückversuch ist ungültig wenn die Helfer einschreiten und die Hantel berühren oder wenn eines der 3 Kampfrichtersignale "Start" "Press" "Ab" nicht abgewartet wird.
Deweiteren muss der Athelt um einen gültigen Bankdrückversuch zu bekommen, beachten, dass sein Gesäß wärend der gesamten Zeit des Versuches auf der Bank aufliegen bleibt, ein anheben, macht den Versuch ungültig, das gleiche gilt für den oberen Bereich des Rückens, eine sogenannte "Brücke" darf gemacht werden (Hohlkreuz) Schulterblätter und Gesäß müssen aber auf der Bank bleiben. Die Füße müssen wärend des gesamten Versuches fest auf dem Boden bleiben, ihre Position darf nicht verändert werden. Je nach Verband darf man nur die Fußspitzen aufstellen oder der gesamte Fuß muss mit der vollen Sohle aufliegen. Für kleinere Athleten gibt es Unterlagen zwischen 5 und 30cm die man unterlegen kann, damit der Athlet den Fuß aufsetzen kann. Der Kopf darf in einigen Verbänden nicht von der Bank angehoben werden wärend des Versuches. Auch ein sogenannter "Affengriff" wo der Daumen die Stange nicht umschliesst ist nicht erlaubt. Die maximal erlaubte Griffbreite liegt bei 81cm zwischen den Zeigefingern. Diese Breite ist durch eine Markierung an der Hantel zu erkennen. Jedwener Verstoß gegen eine dieser Regeln macht den Versuch ungültig, dies sind zwar strenge Reglen aber auch nötige um einen fairen Kraftvergleich zwischen den einzelnen Athleten zu gewährleisten.
Bei RAW-Wettkämpfen sind nur Handgelenksbandagen und ein Gürtel erlaubt, bei einigen Verbänden sind noch Thermobandagen für die Ellenbogen erlaubt, Wickelbandagen für die Ellenbogen sind nie erlaubt.
Bei Eqiupment-Wettkämpfen sind Bankdrückshirts erlaubt, je nach Verband unterschiedliche.
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Kreuzheben
Das Kreuzheben ist die letzte Disziplin eines Kraftdreikampfes, gibt es bei der Kniebeuge noch 2 Kampfrichtersignale "Beugen" und "Ab" und beim Bankdrücken sogar 3 "Start", "Press" und "Ab" gibt es beim Kreuzheben nur noch ein Signal und zwar das "Ab-Signal", der Athlet entscheidet hier selbstständig wann er bereit ist den Versuch zu beginnen, nach dem betreten der Hebeplattform hat er dazu zwar ein Zeitlimit um Wettkämpfe nicht unnötig in die Länge zu ziehen, aber aus diesem Grund gibt es beim Kreuzheben die seltensten Fehlversuche durch nichteinhalten der Regeln, beim Kniebeugen und Bankdrücken ist dies viel häufiger.
Der Athlet muss für einen gültigen Versuch die Hantel in einer Bewegung zur Hochstrecke bringen, es darf keine Abwärtsbewegung wärend des Versuches zu erkennen sein, wie zum Beispiel durch ein hochruckeln der Hantel oder auch das Unterschieben der Oberschenkel unter die Stange ist nicht erlaubt, man darf zwar an den Oberschenkeln entlang ziehen, aber die Beine dürfen nicht in der Bewegung nach oben noch einmal gebeugt werden um sie unter die Hantel zu schieben, bei Athleten die sehr körpernah ziehen, kann dies teilweise schwierig zu erkennen sein, im Zweifel sollte der Kampfrichter immer für den Athleten entscheiden, offensichtliches Unterschieben führt aber definitiv zu einem ungültigen Versuch. Einzig wenn der Athlet bereits aufrecht steht und die Schulterblätter nach hinten gehen und somit ein anatomisch bedingtes leichtes runter gehen der Hantel zu sehen ist, ist dies erlaubt, da nicht vom Athleten zu beeinflussen.
Beim Kreuzheben gibt es eine besonderheit, es sind 2 Varianten erlaubt von denen der Athlet sich aussuchen kann in welcher er hebt. Den Sumo-Stand und den konventionellen Stand. Beim Sumo-Stand greift der Athlet die Hantel zwischen den Beinen, beim konventionellen Stand außerhalb der Beine.
Beim RAW-Kreuzheben sind nur ein Gürtel und wenn erwünscht Handgelenksbandagen erlaubt. Bei Eqiupmentwettkämpfen sind Kreuzhebeanzüge zusätzlich erlaubt, aber auch hier niemals Zughilfen oder Wickelbandagen für die Knie. Einzig bei Strongmanwettkämpfen sind Zughilfen erlaubt.
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Total Das Total wird aus den jeweils besten Versuchen der Einzeldisziplinen addiert. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass ein Athlet zwar in 2 Disziplinen beser war als sein Konkurrent aber in einer viel schwächer und somit weniger im Total hat. Am Ende zählt nur die Totalleistung in den Gewichtsklassen.
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Verfasser: Harpagornis, BB-Union User. (C) Copyright. Dieser Text darf nicht, auch nicht auszugsweise, ohne exakte Quellenangabe, außerhalb der Bodybuilding-Union veröffentlicht werden.
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